Die Aufgaben der ÖVGW – Wissenstransfer innerhalb der Branchen Gas und Wasser, Interessenvertretung, Regelsetzung, Qualitätssicherung, Öffentlichkeitsarbeit – sind im Wesentlichen seit Bestehen der Vereinigung dieselben geblieben und haben im Lauf der Zeit lediglich Anpassungen an die Erfordernisse geänderter Voraussetzungen und Rahmenbedingungen erfahren.
In § 1 der Gründungs-Statuten von 1881 ist das Aufgabenfeld bereits umrissen: „Der Verein der Gasindustriellen in Österreich-Ungarn hat den Zweck, zur Hebung und Anregung in der Gastechnik, dem Gasfabrikationsbetriebe und dem Rechnungswesen in der Gasindustrie beizutragen, alle diesbezüglichen auf dem Gebiete der Gasindustrie auftauchenden Erscheinungen in den Kreis seiner Beratungen und Diskussionen zu ziehen und den Austausch von Ideen sowie eine allgemeine Belehrung unter seinen Mitgliedern zu erreichen.“ Mit Einbeziehung des Wasserfaches (1896) wurden diese Aufgaben (mit den erforderlichen Abänderungen) auf die Wasserversorgung ausgedehnt.
In der aktuell geltenden Satzung (2018) finden sich die Aufgabengebiete zeitgemäß formuliert: Der Vereinszweck besteht in der Förderung der Fachbereiche (Gas, Wasser und verwandte Fachgebiete wie Stromnetz, Siedlungswasserbau und Fernwärme), Förderung der Mitglieder, der Pflege der Beziehungen zwischen Fachkollegen und der Kontakte zu Entscheidungsträgern, gesetzgebenden Körperschaften und Behördenvertretern auf nationaler und internationaler Ebene, der Erstellung von Regelwerken und der Förderung und Koordination einer nachhaltigen, sicheren und umweltschonenden Versorgung der Bevölkerung mit den infrastrukturellen Leistungen der jeweiligen Fachgebiete. Dazu gehört im Gasfach auch die Verhütung von Unfällen, Störungen und Schäden, im Wasserfach auch die Förderung der nachhaltigen Versorgung der Bevölkerung mit einwandfreiem Trinkwasser in ausreichender Menge und der Schutz der Wasserressourcen.