Aktuell 2023


Wolfgang Nöstlinger und Stefan Wagenhofer sind das neue Führungsduo der ÖVGW

Ing. Wolfgang Nöstlinger, MSc MBA, schon bisher für die ÖVGW als Vizepräsident und Sprecher des Wasserfachs mit vollem Engagement tätig, fungiert ab 2023 als Präsident der Österreichischen Vereinigung für das Gas- und Wasserfach (ÖVGW). Er verfügt über eine langjährige Berufserfahrung in den Bereichen Wasser, Gas und Wärme und ist seit 2015 technischer Vorstandsdirektor der eww AG. In der ÖVGW wirkt er seit 2007 in zahlreichen Gremien in den Bereichen Gas und Wasser aktiv mit.

Als ÖVGW-Präsident wird sich Nöstlinger angesichts der bereits spürbaren Auswirkungen des Klimawandels weiterhin für den Schutz der Grundwasserressourcen einsetzen, um so die Trinkwasserversorgung auf hohem Qualitätsniveau dauerhaft sicherzustellen. Dazu ist es für ihn entscheidend, die Vorrangstellung der Trinkwasserversorgung vor anderen Nutzungen auch gesetzlich zu verankern, speziell bei kritischen Grundwasserständen. „Um das Vertrauen der Bevölkerung in die Trinkwasserversorgung zu gewährleisten, muss für Krisenfälle vorgesorgt werden, um dann sofort handlungsfähig zu sein“, so Nöstlinger. Ein besonderes Anliegen ist es ihm, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die Leistungen der Trinkwasserversorger deutlich zu steigern: „Mit der neuen Marke „Unser Trinkwasser“ soll ein größeres Verständnis für die notwendigen Voraussetzungen und Maßnahmen für eine sichere und qualitativ hochwertige Trinkwasserversorgung vermittelt werden.“ Dafür setzt sich die ÖVGW als Interessenvertretung auch erfolgreich in der Politik ein: „Nach langjährigen Bemühungen und einem Gespräch mit Bundesminister Norbert Totschnig konnten zusätzliche 100 Millionen Euro Förderungen für Investitionen in die Trinkwasserversorgung genehmigt werden.“, freut sich Nöstlinger über den jüngsten Erfolg für die Trinkwasserwirtschaft.

Unterstützt wird Wolfgang Nöstlinger in der ÖVGW seit Jahresbeginn von Ing. Mag. Stefan Wagenhofer: Der neu gewählte Vizepräsident wird die ÖVGW als Sprecher des Gasfachs nach außen vertreten. Er ist seit 2020 Vorstandsmitglied der ÖVGW, wo er zusätzlich im Forschungsbeirat und für die Kommunikationsarbeit für Grünes Gas tätig ist. Als langjähriger Geschäftsführer der Gas Connect Austria (seit 2011) ist er bestmöglich in der Gaswirtschaft vernetzt und wird sich in seiner neuen Funktion weiterhin für den umweltfreundlichen Energieträger Gas einsetzen, insbesondere für die rasche Umstellung auf Grünes Gas (Biomethan und Wasserstoff). „Die Energiekrise hat mehr als deutlich gezeigt, dass Gas als Energieträger und Rohstoff auch mittel- und langfristig nicht ersetzbar ist. Umso wichtiger ist es, möglichst rasch die Erzeugung von Grünem Gas zu steigern.“, so Wagenhofer. „Die enormen Gasspeicherkapazitäten ermöglichen eine optimale Nutzung von Windenergie und Photovoltaik, indem Überschussproduktion von grünem Strom in Grünes Gas umgewandelt wird, das dann bei Engpässen, vor allem im Winter, für die Produktion CO2-neutraler Energie zur Verfügung steht. Damit kann Grünes Gas auf klimafreundliche Weise für 100 % Versorgungssicherheit sorgen.

Nicht genug betont werden können auch die Vorteile durch die Nutzung der bereits vorhandenen Gasleitungen, -anlagen und -geräte für Grünes Gas: „Die weitere Verwendung der bestehenden Gasinfrastruktur ist nicht nur kostensparend und besonders ressourcenschonend für die Umwelt, sondern ermöglicht auch einen erheblichen Zeitgewinn für das Erreichen der Klimaziele.“ Die ÖVGW schafft mit ihrem technischen Regelwerk die Voraussetzungen für eine sichere und klimaneutrale Gasversorgung, aktuell wurden die ersten Richtlinien zu Wasserstoff herausgegeben. „Damit haben wir die technischen Voraussetzungen für die Einspeisung von Wasserstoff geschaffen, nicht nur in zukünftige Wasserstoffnetze, sondern auch in die bestehende Gasinfrastruktur“, begrüßt Wagenhofer diesen ersten Meilenstein.